Der Tanz des Golem

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Von Moses bis heute früh.

Am 13. März 2019 gab es möglicherweise einen Startschuss zu einer langfristigen Wiener Institution am Theater: Mit „Der Tanz des Golem“ huldigten Bela Koreny, Idee, Buch und Leitung, Elisabeth Orth und Ethel Merhaut ,spontan unterstützt durch Oberrabbiner Paul Eisenberg, in treffender Weise den Juden, und natürlich dem gelobten Land, denn der Allmächtige hatte nicht nur inhaltlich stets seine Hand im Spiel sondern auch spirituell, womit er mit Sicherheit zum guten Gelingen des Abends beigetragen hat.

„Es wurde und wird schon so viel über uns Juden geschrieben und geredet, dass man meint, man wüsste ohnehin schon alles über sie,“ meint Bela und korrigiert sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne des Theater Akzent mit Lesungen (Elisabeth Orth) aus der heiligen Schrift und einem Bukett hinreißender Musik aus jüdischer Feder und Tradition dargeboten von Ethel Merhaut, die inzwischen als große und vor allem stimmgewaltige Botschafterin ihrer Kultur betrachtet werden kann. Sie wurde begleitet von Bela am Klavier, sowie Josef Fritz einem wahrhaften Klezmer- Weltmeister an der Klarinette und dem großartigen Geiger Roby Lakatos. Humoristisch umrahmte Bela das Programm mit einer Brise jüdischer Witze. Und wohl auch Paul Eisenberg, der meinte, dass er „die Bibelstellen, die Elisabet Orth ausgewählt hatte, zwar schon oft gelesen , aber an diesem Abend erst richtig verstanden hätte

„Der Tanz des Golem“ war nicht nur ein unvergesslicher Abend, an dem sich neben einem begeisterten Publikum auch eine Reihe namhafter Künstlerkolleginnen und -Kollegen eingefunden hatten, sondern stellte auch den Startschuss für einen Zyklus von drei in diesem Jahr noch folgenden Abenden dar, an denen Bela und seine Freundinnen und Freunde weitere Einblicke in eine vertraute und gleichsam unbekannte Welt der Musik, Literatur und einer gehörigen Portion Witz geben werden.

Weitere Termine am 2. Mai 201917. Oktober 201930. November im Theater Akzent, 1040 Wien Theresianumgasse 18

Foto: Karl Satzinger